Schematherapie und Aufstellungen mit dem Systembrett

Verhaltensmuster aufdecken, hinterfragen und neue Lösungen finden.

Wesentliche, meist negative emotionale Schemata werden schon in früher Kindheit und Jugend angelegt. Wenn die Grundbedürfnisse und Grundemotionen oft auch unbewusst negativ geprägt wurden, aktivieren sie sich in der Erwachsenenwelt wie automatisch. Unsere Handlungen und Reaktionen wiederholen sich und wir stecken gefühlt fest. Die geschieht dann in fast allen Lebensbereichen, in der Partnerschaft, mit den Kindern, mit den Kollegen oder Mitarbeitern. In der Schematherapiearbeit werden diese Verhaltensmuster aufgedeckt, hinterfragt und neue, erwachsene Lösungen gefunden.

Systembrett zur Schematherapie

Die systemische Arbeit bietet eine hervorragende Ergänzung, um Blockaden und Gefühle herauszufinden und in den richtigen Kontext zu setzen. Sie finden mit der Systemischen Aufstellungsarbeit die Möglichkeit Familien-, Job-, oder Krankheitsproblematiken zu erkennen und ein lebensgesundes Verhältnis zu begründen.

Was ist Schematherapie?

Schemata sind Verhaltensmuster, die sich meist in der Kindheit und Jugend gebildet haben, wenn Grundbedürfnisse nicht erfüllt wurden. Diese beziehen sich auf zwischenmenschliche Beziehungen und werden bis ins Erwachsenenalter hinein aktiviert, wenn ähnliche Situationen auftreten. Ist ein Schema aktiviert, also ein aktuell erlebbarer Zustand, spricht man von einem Modus. Meist sind diese Modi negativ, denn es kommen Bewältigungsreaktionen von Kindern zum Einsatz, die für Erwachsene keine angemessene Lösung sind.

Schematherapie untersucht diese maladaptiven Schemata und deren Ursprünge, um sie dann zu verändern und an die aktuelle Lebenssituation anzupassen.

Für wen ist Schematherapie geeignet?

Entwickelt wurde diese Form der kognitiven Verhaltenstherapie von Jeffrey Young in erster Linie für Patienten mit Persönlichkeitsstörungen, wie etwa Borderline- oder narzisstische Persönlichkeitsstörung, kommt aber unteranderem auch bei Angststörungen, Depressionen, Süchten und Essstörungen zum Einsatz. Die Schemata sind so vielseitig wie die Menschen, die sie erleben. Ob Schematherapie der richtige Ansatz für Sie ist, muss individuell besprochen werden.

Ablauf

Zuerst müssen Schemata und Bewältigungsreaktionen erfasst werden. Im Gespräch wird dann eine Konstellation der Schemata erarbeitet und somit ein Störungsmodell entwickelt. Anschließend werden Situationen analysiert, die bei Klienten übermäßig emotionale Reaktionen hervorrufen, oder auch auffällig wenig emotionale Reaktionen. Dabei handelt es sich um den Schema-Modus.

Die Diskrepanz zwischen Modus und angemessener Reaktion wird so aufgedeckt und kann anschließend mit verschiedenen Übungen allmählich verringert werden. Dazu gehören Imaginationsübungen, Schema-Memos und -Tagebücher.

Ziel der Therapie

Wie bei jeder Art der Therapie gibt es auch bei der Schematherapie kein einheitliches Ziel für alle Klienten. Allgemein kann man jedoch als Ziel festhalten, dass maladaptive Schemata untersucht und hinterfragt werden sollen, damit das Verhalten in den jeweiligen Schemamodi verändert werden kann.

Wann diese Art der Therapie beendet ist, hängt von vielen Faktoren ab. Das konkrete Ziel bespreche ich mit Ihnen persönlich und wir entscheiden gemeinsam, wann dieses erreicht ist.

Arbeit mit dem Systembrett

Das Systembrett dient zur optischen Veranschaulichung von zwischenmenschlichen Systemen und Prozessen. Da es oft eingesetzt wird, um Familiengefüge darzustellen, wird es auch Familienbrett oder Beziehungsbrett genannt.

Mit Figuren und Symbolen werden die persönlichen Geflechte dargestellt, um Situationen besser greifbar zu machen. So kann auch Abstraktes visualisiert werden. Ziel ist es, verinnerlichte Geschehnisse und Situationen zu externalisieren, also nach außen hin darzustellen. Das trägt zu einem besseren Verständnis beim Klienten selbst bei, hilft aber auch dem Therapeuten dabei, die Situation einschätzen zu können.

Daraus lassen sich dann in der systemischen Therapie neue Blickwinkel eröffnen und Handlungsoptionen ableiten, wie sich Beziehungen zwischen Klienten und dem sozialen Umfeld verbessern lassen können.

Schematherapie und mehr in Magdeburg

Als private Psychotherapeutin empfange ich Klientin in meiner Praxis in Magdeburg und an meinem zweiten Standort in Burg. Welche Art der therapeutischen Begleitung für Sie sinnvoll ist, bespreche ich mit Ihnen persönlich. Dabei ist Ihnen selbst überlassen, wie lange Sie die Therapie durchführen möchten. Termine vereinbaren wir flexibel nach Ihrem Zeitplan.

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